Der Gesundheitsmarkt im Umbruch
Der ambulante Sektor steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Drei Entwicklungen verändern die Rahmenbedingungen für Medizinische Versorgungszentren grundlegend – und schaffen gleichzeitig große Chancen für professionell geführte Häuser.
Ambulantisierung: Vom Krankenhaus in die Praxis
Immer mehr Leistungen verlagern sich aus dem stationären in den ambulanten Bereich. Für MVZ bedeutet das: neue Behandlungsfelder, steigende Patientenzahlen und wachsende Anforderungen an Organisation und Qualität. MVZ werden zum zentralen Baustein der regionalen Versorgung – wenn sie professionell aufgestellt sind.
Prognose: +25 % ambulante OPs bis 2030
Fachkräftemangel: Die Dauerkrise im Gesundheitswesen
Erfahrene Ärztinnen und Ärzte gehen in den Ruhestand, Nachwuchs fehlt. Medizinische Fachangestellte sind auf dem Arbeitsmarkt kaum noch zu finden. Wer gutes Personal gewinnen und halten will, braucht professionelle Führung, attraktive Arbeitsbedingungen und klare Strukturen.
Prognose: ~11.000 Hausarztpraxen bis 2035 unbesetzt
Praxisaufgaben: Ganze Regionen drohen auszudünnen
Besonders in ländlichen Gebieten finden Praxen keine Nachfolger. Ganze Landstriche sind von Unterversorgung bedroht. MVZ können hier die Lücke füllen – aber nur, wenn sie wirtschaftlich stabil und strategisch klug geführt werden.
Fakt: Über 40 % der Praxisinhaber sind älter als 60 Jahre
5.000+MVZ in Deutschland (2024) – seit der Einführung 2004 stetig wachsend
246Neugründungen allein im Jahr 2025
+51 %angestellte Ärztinnen und Ärzte im ambulanten Sektor seit 2018
50 %der Krankenhaus-MVZ bieten bereits hausärztliche Versorgung an
Quellen der Kennzahlen: Facharztagentur, AOK, Rebmann Research, Polavis; zusammengestellt von medplus-kompetenz.